Hanf!
Im hohen Norden ist es oft ziemlich lange dunkel und da können einem als Musiker schon mal ein paar Geistesblitze zu etwas Helligkeit verhelfen. Unglaublich lässig klingt dieses Album, mit Sicherheit einem wundersamen Osloer Geistesblitz entsprungen, nachdem die komplette Rockgeschichte wahrscheinlich per Radio in die Köpfe der Musiker verpflanzt wurde. Da kommt einem aber auch wirklich alles bekannt vor, Souliges, Beatiges, Mexikanisches, Funkiges, Metalisches, hier wird zwischen Doors, Deep Purple, James Last, Shadows, Monkees und Mr. Morricone alles sauberst durch den Wolf gedreht und zu einen neuen Produkt verarbeitet, das man sich in Gegensatz zu anderen Klauraben aber durchaus anhören kann. Wenn's allerdings dann, wie bei Transatlantic Phonecall, fast in Big Band Manier ausartet, ist das schon ein wenig übertrieben, aber das Album ist lang genug, um einige überkandidelte Patzer zu verkraften. |